Die Entwicklung und Wartung von Informationssystemen ist ein großer Kostenpunkt. Bei Ackee konzentrieren wir uns auf den gesamten Prozess der App-Erstellung vom Konzept über das Design und von der Entwicklung bis hin zum Testen. Deshalb wissen wir, dass der Weg von der Idee bis zur fertigen App im Store kompliziert, lang und teuer sein kann. Wie können Sie also dafür sorgen, dass Ihre App nicht zu teuer wird?

Nicht den Prozess, sondern den Umfang reduzieren

Falls Sie gerne hören würden, dass man Design oder Tests einfach streichen kann, um Kosten einzusparen, müssen wir Sie leider gleich zu Beginn enttäuschen. Langfristig gesehen lohnt es sich nicht, bei der App-Entwicklung zu streichen. Stattdessen können Sie versuchen, den Umfang zu reduzieren.

Beginnen Sie mit der Auswahl Ihrer Zielgruppe. Wer wird Ihre App nutzen, und weshalb? Versuchen Sie Demografie, Persönlichkeit und Vorlieben zu beschreiben. Versuchen Sie, sich den Nutzer vorzustellen. Haben Sie ein Bild im Kopf? Fragen Sie sich nun, ob dieser Nutzer das fragliche Feature wirklich braucht. So sieht Nutzerforschung mehr oder weniger aus. Auch wenn die Investition in die Nutzerforschung unnötig erscheinen mag, so spart man am Ende durch das Streichen unnötiger Funktionen viel mehr. 

Randnotiz: Wenn Sie Nutzer fragen, ob sie ein bestimmtes Feature haben möchten, wird die Antwort höchstwahrscheinlich „ja“ lauten. Auf die Frage „Möchten Sie die Möglichkeit haben, in unserem neuen E-Book-Reader Musik zu hören?“, werden Sie also vermutlich eine positive Antwort erhalten. Bei der Frage „Hören Sie Musik, während Sie Bücher lesen?“ könnte die Antwort allerdings durchaus negativ ausfallen.

Besonders in der agilen Entwicklung ist es sehr verlockend, jede Funktion zu implementieren, die Teammitgliedern einfällt. Ein solches planloses Hinzufügen von Funktionen, auch genannt Feature Creep, führt jedoch zu einem chaotischen, komplizierten und sehr schwer zu bedienenden Ergebnis.

Die Aufgabe zu Ende denken

Jetzt wissen Sie, für wen Sie die App erstellen und was sie können muss. Darauf folgt die Frage nach dem Wie. Eine Aufgabenstellung aus ein paar wenigen Worten ist für Designer und Entwickler meist nicht ausreichend. Die für die Aufgabenstellung verantwortliche Person beschäftigt sich nicht mit Implementierungsdetails, doch Designer und Entwickler brauchen diese ständig. Wenn Sie zum Beispiel angeben, dass Sie sich eine Suchfunktionalität wünschen, müssen Sie sich überlegen, wie sich die App verhält, wenn nichts gefunden wird oder wenn Millionen von Ergebnissen gefunden werden. Einfache Konzepte haben oft keine einfache Lösung, deshalb ist es notwendig, alle Beteiligten im Detail mit Ihrer Vision vertraut zu machen. Wenn Entwickler die Vision nicht kennen, neigen sie dazu, ihre eigene zu erschaffen, die der Ihrigen möglicherweise absolut nicht entspricht.

Dinge einfach halten

In der Einfachheit liegt die Schönheit. Einfache Lösungen sind jedoch nicht so leicht zu finden. Man muss erheblichen Aufwand und natürlich auch Zeit investieren, um alle Optionen zu durchdenken – besonders dann, wenn die Lösung universell und robust hinsichtlich Änderungen sein soll.

In vielen Fällen ändern sich die Anforderungen im Laufe der Entwicklung immer wieder, und damit wird auch die Lösung der Anforderungen immer komplizierter. Je weiter man im Entwicklungsprozess voranschreitet, desto komplizierter und teurer wird die Behebung gravierender Mängel. Ein logischer Fehler, der sich erst in der Testphase offenbart, ist um ein Vielfaches teurer als ein Fehler, der in der Designphase gefunden wird. Deshalb lohnt es sich, allen Phasen genügend Aufmerksamkeit zu schenken.

Und wie lässt sich das umsetzen?

Die wichtigste Person mit Einfluss auf die genannten Faktoren ist der Product Owner (PO). Die Aufgabe dieser Rolle ist es, Ihre Vision an die Entwickler zu kommunizieren. Das heißt, eine Aufgabenstellung (zum Beispiel in Form von User Stories) für sie zu formulieren und mit ihnen weiter daran zu arbeiten. Im Prozess kann diese Rolle bestimmen, was bei der Produktentwicklung wichtig ist und was nicht. Zu wissen, was man von einem Produkt nicht will, ist oft genauso wichtig wie zu wissen, was man will.

Ein erfahrener Product Owner kann mit Ihnen eine Roadmap für das Projekt aufstellen, die Ihnen dabei hilft, die zuvor erwähnte Feature Creep-Lösung zu vermeiden. Ohne Roadmap wird agile Entwicklung eher zu einem Streifzug als zu einem Weg an ein festgelegtes Ziel. Die Rolle besteht darin, das komplexe Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen Anforderungen und der Entwicklung zu sein.

Technologien nicht unterschätzen

Egal, ob die App von einem internen Team entwickelt oder die Entwicklung an ein externes Unternehmen ausgelagert wird – der Erfolg eines jeden Projekts erfordert einen starken Technologiepartner. Das ausgewählte Team kann die App direkt entwickeln oder nur die Entwicklung beaufsichtigen. Ohne ein erfahrenes und technologisch starkes Team verrennt man sich leicht unnötig in Sackgassen, was die Kosten erheblich erhöhen kann.

Deshalb sollten Sie bei der Auswahl des Technologiepartners, der direkt für die technische Qualität Ihrer App verantwortlich ist, sehr aufmerksam sein. Eine ungünstige Wahl kann eine mindere Qualität des Endprodukts, technologische Schulden und weitere Kosten verursachen.

Fazit

Es gibt viele Sparmöglichkeiten bei der Entwicklung einer mobilen App, doch nicht alle davon sind langfristig sinnvoll. Wenn Sie auf intelligente Art Kosten sparen wollen, sollten Sie sich genau überlegen, wer Ihr Zielnutzer ist und für welchen Zweck Sie die App erstellen. Widmen Sie dem Konzept/Design der App viel Aufmerksamkeit und bevorzugen Sie einfache Lösungen. Wenn Sie selbst unerfahren sind, dann investieren Sie unbedingt in einen erfahrenen Product Owner, der Sie sicher durch den gesamten Prozess begleitet.

Falls Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem externen Team entscheiden, wählen Sie einen Partner, dem Sie voll und ganz vertrauen können. Während des gesamten Prozesses der App-Entwicklung wird Ihnen ein solcher Partner wertvolle Erkenntnisse dazu liefern, worauf zu achten und wie mit verschiedenen technischen Fragen umzugehen ist. Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, können Sie sich Zeit und Geld sparen, das Sie andernfalls für die zukünftige Korrektur unüberlegter Entscheidungen verwenden würden.

Beratungsbedarf? Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.

Kontakt aufnehmen >