Haben Sie schon einmal eine App installiert und sie nach ein paar Minuten wieder gelöscht?

Da sind Sie nicht allein.

Die Gründe, warum ein User die App sofort wieder löscht, können ganz unterschiedlich sein. Aber was, wenn ich Ihnen sage, dass die negative User Experience in den meisten Fällen durch einen dieser häufigen Fehler entsteht?

Und dass wir diese Fehler schon während der Entwicklungsphase durch Qualitätstests identifizieren können?

Schauen wir uns einige der häufigsten Fehler an.

1) Ignorieren der Unterschiede zwischen iOS und Android

Vielleicht sollten wir mit dem Hauptfehler bei der Entwicklung einer mobilen App beginnen. Dies ist der Versuch, eine identische App für die zwei meistgenutzten Betriebssysteme zu erstellen.

Was das Problem dabei ist?

Das Problem ist, dass der Unterschied zwischen den Systemen nicht berücksichtigt wird. Denn in diesem Fall verhält sich die App aufgrund der Standardeinstellungen nicht so, wie es der User gewohnt ist. So können sich beispielsweise Merkmale des Betriebssystems oder Design-Besonderheiten auf den Entwicklungsprozess der App auswirken. Das kann die Schriftart sein, das Raster oder Unterschiede in der Navigation. 

2) Keine Unterstützung unterschiedlicher Betriebssystem-Versionen

Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass die verschiedenen unterstützten Betriebssystemversionen nicht berücksichtigt werden. 

Für die Entwicklung einer App ist es notwendig, dass Sie die am häufigsten verwendeten Systemversionen Ihrer Zielgruppe recherchieren. 

Dies hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche OS Version Sie unterstützen wollen, um die meisten User abzudecken. Vergessen Sie auch nicht, dass sich eine App auf verschiedenen Betriebssystemen unterschiedlich verhalten oder sogar versteckte Fehler aufweisen kann.

Qualitätstests helfen den Entwicklern, diese Probleme rechtzeitig zu beheben, damit Ihre Nutzer mit der App zufrieden sind. Aus diesem Grund verwenden wir während der Tests verschiedene Mobiltelefon-Typen mit unterschiedlichen Betriebssystem-Versionen, was uns hilft, so viele Fehler wie möglich zu entdecken und vorherzusagen.

3) Mangelnde Optimierung für unterschiedliche Bildschirmauflösungen

Sehr oft stelle ich fest, dass Buttons nicht richtig platziert sind oder der Text nicht auf den Bildschirm passt. Das liegt daran, dass Design und Seitenlayout nicht für die jeweilige Bildschirmauflösung optimiert sind. Dies wirkt sich negativ auf die Ästhetik der App aus oder beeinträchtigt sogar die Benutzbarkeit erheblich, was zu einer enttäuschenden User Experience führt. Deshalb ist es besser, die App während des Testprozesses auf mindestens zwei Geräten mit unterschiedlichen Auflösungen zu testen.

4) Kein Hell- oder Dunkel-Modus

Hell- und Dunkel-Modus sind eher unterschätzte Funktionen, die von Entwicklern und Testern manchmal vergessen werden. 

Stellen Sie sich vor, Sie liegen abends auf dem Sofa und wollen etwas in Ihrer Lieblings-App checken. Die hat aber keinen Dunkel-Modus und blendet sie unangenehm. Umgekehrt ist es genauso unpraktisch. Wenn der Hell-Modus fehlt, dann sieht der User an einem sonnigen Tag nichts auf seinem Bildschirm.

5) Sofortige obligatorische Registrierung

Ja, es ist relativ normal, dass ein User sich erst anmelden muss, um Zugang zu den App-Einstellungen oder weiteren Funktionen zu erhalten. 

Aber ist es nicht besser, wenn der User zumindest die Möglichkeit hat, die App erstmal auszuprobieren, sie zu verstehen und sich dann anzumelden, weil er es wirklich will – anstatt ihn gleich in den ersten Minuten leiden zu lassen? 

Es sei denn natürlich, Sie sind Netflix oder ein anderer Riese, den der User bereits kennt und von dem er weiß, was ihn erwartet.

6) Fehlender Fehlerstatus

Serverausfälle und Wartungsarbeiten sind keine Seltenheit. Obwohl die Mitarbeiter im eigenen Unternehmen darüber informiert werden können und bereits an der Lösung arbeiten, sollten Sie die User nicht vergessen. Die sehen statt des gewohnten Bildes nur einen weißen Bildschirm. 

Zeigen Sie sich also Service-orientiert im Sinne einer guten User Experience und sehen Sie für diese Fälle Fehlermeldungen vor. Machen Sie diese so deutlich wie möglich, zum Beispiel die einfachste: “Keine Internetverbindung”. Unterschätzen Sie auch nicht die Ladezeiten für Seiten oder niedrige Internetgeschwindigkeiten als Quelle von Unzufriedenheit mit der User Experience.

7) App-Verhalten auf dem Tablet oder im Querformat auf dem Handy

Auch wenn es nicht absichtlich geschieht, sollten Sie nicht vergessen, dass die User meist erwarten, dass sie Ihre App auch im Querformat nutzen können. Wenn die App nicht gut getestet wurde, kann es sein, dass das Seiten-Layout im Querformat fehlerhaft ist oder Buttons nicht zu sehen sind. 

Es ist also wirklich wichtig zu testen, ob die App in den verschiedenen Modi korrekt funktioniert.

Wollen Sie, dass die User Ihre App lieben? Lassen Sie sie uns testen!

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