Niemand konnte mir Sicherheit sagen, wie groß der Einfluss von Boten (Internetnutzer imitierende Programme) an die US-Präsidentenwahl war. Heute ist es schon bekannt, dass der Sieger mehr Boten als seine Gegnerin zur Verfügung hatte. Mehr zu diesem Thema von unserem Ackee-Experte Adam Šenk.  

Was sind die Boten?

Bot ist ein Programm, der im Internet eine automatisierende Tätigkeit ausübt. Am meisten sind die Boten bei einer automatischen Datensammlung, Spam-Versand, oder bei automatisierten Reaktion an unterschiedliche Ereignisse einzusetzen. Dieser Artikel wird sich weiterhin mit den Boten beschäftigen, die auf den sozialen Netzwerken tätig sind und mit ihren Tätigkeit das Benehmen der realen Nutzer simulieren. Diese Boten sind in der Lage die anderen Nutzern zu beeinflussen, damit sie für die Nutzer einen relevanten Inhalt entwickeln und eventuell deren Weltanschauung verzerren.

Welche Wirkung haben die Boten an die Nutzer der sozialen Netzwerken

Es ist immer noch unbekannt, inwieweit die Boten die Präsidentenwahl tatsächlich beeinflusst haben. Wir erkennen aber schon die einzelnen Auswirkungen. Am häufigsten versuchen die Boten die Popularität des konkreten Inhaltes zu erhöhen. Das schaffen sie damit, dass sie für einen Kandidat loben, seine Kommentare re-tweeten oder teilen und den anderen Kandidat kritisieren. Dank dieser Tatsache werden die sozialen Netzwerke unsichtbar gemacht, weil es für den Nutzer schwieriger alternative Informationsquellen zu finden ist. Damit wird auch eine Realität geschafft, in der eine alternative Meinung marginalisiert wird. Die Boten marginalisieren alternative Meinungen, ggf. Minderheitsmeinungen, weil es scheint, als ob die nur geringe Zustimmung der Gesellschaft erhalten hätten. Dies wird dazu führen, dass Menschen Probleme haben werden, ihre Meinung zu äußern.

Es werden auch solche Boten konstruiert, die konkreten Nutzer, z.B. Oppositionspolitiker oder Journalisten, unter Druck setzen. Die Wirkung des Druckes kann die Aktivität dieser Menschen auf den sozialen Netzwerken einschränken oder seine Meinungen als marginale zeigen, was natürlich nicht der Realität entspricht.

Wie viele Boten haben den Wahlkampf Trump vs. Clinton beeinflusst

In den USA ist das Netzwerk Twitter immer noch sehr beliebt. Twitter ist beliebt einerseits von Botenentwicklern und andererseits von Forscher dank seinem API (prommarierbare Oberfläche). Diese ermöglicht  den Entwicklern , auf Twitter Programme einzubinden. Für einen Nutzer ist es unmöglich den Bot erkennen aber es gibt Indizien, die zeigen, ob es um einen Mensch oder einen Bot handelt. Es sind z.B. Anzahl den Beitragen pro Tag oder ihre Ähnlichkeit.  

Analyse einzelner Benutzerkontos auf Twitter wurde festgestellt, dass 41% von 10,9 Millionen Trumps Followers Boten sind. Demgegenüber hat Hillary Clinton 8,3 Millionen Followers, davon 37% Boten sind. Beide von Präsidentenkandidaten haben nicht diesen Trend unterschätzt. Interessant ist auch die Analyse von Tweets der ersten Präsidentendebatte. Da wurde gezeigt, dass ein Drittel von allen Tweets, die Donald Trump unterstützt haben, von Boten entwickelt wird, wobei bei Hillary Clinton war es ein Fünftel.

Graf ukazující, kolik procent botů se nachází mezi followery jednotlivých kandidátů
Wieviele Prozent der Boten sich unter den Followers der einzelnen Kandidaten befinden

Motivationsfaktoren zur Botentwicklung, die die Kampagne beeinflussen, sind vielfältig. Am häufigsten sind es die Unterstützung eines konkreten Kandidates oder die Mühe um Profit. Das ist übrigens die Ursache, warum die Boten im Trump-Camp zahlreich sind. Die Nachrichten über ihn locken größere Publikum an, werden häufiger gelesen, was der Profit von Werbung größer macht. Zu anderem Motivationsfaktor gehört auch die Leidenschaft an Nutzung von modernen Technologien. Gerade das Thema der Wahlkampagne in den USA ist in der breiten Gesellschaft sehr populär, was einen großen Spielraum für Botenprobe den Entwicklern ermöglicht.

Die Wahl ist hinter uns, worauf sollen wir uns jetzt vorbereiten?

Auf welche Trends wird damit angezeigt?

US-Wahl zeigt nicht nur an politischen, sondern auch an technologischen Trends an. Einen Bot herzustellen, ist heutzutage wieder leichter als es noch bevor ein paar Jahren war. Es ist klar, dass wir uns in unseren Leben mit den Boten immer häufiger treffen werden.  

Der Grund dafür ist die Entwicklung der Systemen, die man bei der Botentwicklung benutzt. Der Mensch benötigt keine Fachkenntnissen im Bereich der künstlichen Intelligenz mehr. Es reicht eine von hunderten Dienstleistungen nutzen, die die Funktion anbieten. Viele von Chatplattformen, wie Facebook oder Slack, sich den Botentwicklern schon geöffnet haben und die Programmierungsarbeit eigeninitiativ erleichtern. Weitere, wie z.B. WhatsApp, wollen das zeitnah machen.

Unsere Kommunikationsweise wird geändert. Es ist immer noch ein technologischer Problem einen Bot zu entwickeln, der eine reale Kommunikation mit einem realen Mensch ersetzen würde. Aber einen Mensch auf Twitter schaffen wir schon zu ersetzen. Diese Tatsache bietet viele Gelegenheiten an und wird die Welt des Internets ändern. Heute wird Internet zum einkaufen benutzt, Informationssuche oder für Unterhaltung. Und in allen von diesen Bereichen werden wir uns immer häufiger mit den Boten treffen.  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.